UDF Dateisystem unter Windows Vista, Ersatz für DirectCD und InCD


Bei CD- und DVD-Rohlingen unter Windows Vista kann man das sogenannte UDF- oder Live-Dateisystem verwenden. Es erlaubt das mehrfache Beschreiben von z. B. CD-R oder DVD+-R. Diese Funktion mußte bei früheren Windows Versionen mittels Zusatzprogrammen wie DirectCD von Roxio oder InCD von Nero nachgerüstet werden.

Legt man einen Rohling ein, meldet sich Vista mit dem Dialog „Automatische Wiedergabe“, dort kann man festlegen, was mit dem Rohling passieren soll. Um einen Rohling für UDF verwenden zu können, klickt man „Dateien auf Datenträger brennen“. Danach öffnet sich der Dialog „Auf Datenträger brennen“, man kann den Datenträgertitel eingeben und loslegen. Unter dem Punkt „Formatierungsoptionen einblenden“, kann man letztendlich bestimmen was man genau machen möchte. Das UDF-Format wird hier als Livedateisystem bezeichnet. Mastered  ist das herkömmliche ISO9660 Format, welches nur das einmalige Beschreiben eines Rohling erlaubt.

Das interessante ist nun, daß man die Geschichte auch per Commandline bedienen kann. Einfach einen CD-Rohling einlegen und per Commandline:

FORMAT <LW> /FS:UDF

eingeben. Wobei <LW> durch den Laufwerksbuchstaben z. B. D: zu ersetzen ist. Nun wird die CD mit dem UDF-Dateisystem versehen.

Standardmäßig verwendet Windows Vista die Version 2.0 bzw. 2.01 von UDF welche dann auch mit Windows XP kompatibel ist.

Nachdem eine CD entsprechend formatiert wurde kann man per COPY oder Explorer ganz normal Dateien darauf kopieren.

Etwas Geduld benötigt man, wenn man den Rohling dann auswerfen möchte, denn zu diesem Zeitpunkt werden dann noch verschiedene Daten auf den Rohling geschrieben. Vista meldet dies durch einblenden einer Nachricht mit dem Titel  „Auswerfen wird vorbereitet“.

Beim Formatieren Dialog oder bei Verwendung des Parameter /R: bei FORMAT kann man die Version 2.50 auswählen. Dies wird allerdings nur von Windows Vista und Windows Server 2008 unterstützt. Für Windows XP gibt es allerdings Dritthersteller die auch 2.50 lesbar machen. Wann sollte man nun 2.50 verwenden? Im Prinzip geht es um Performance, wer viele kleine Dateien auf eine DVD spielt und diese häufiger ändert ist mit der 2.50 Versionen besser bedient da hier bestimmte Verwaltungseinträge besser organisiert und schneller verarbeitet werden können.

Eine Einführung in UDF findet man unter:
http://homepage.mac.com/wenguangwang/myhome/udf.html

Spezifikationen:
http://www.osta.org/specs/index.htm

nichts ist vollkommen, trotz Service Pack 1 von Windows Vista:
http://support.microsoft.com/kb/945711

evtl. Probleme mit Windows XP behebt der Service Pack 3:
http://support.microsoft.com/kb/899527

sonstiges aus der Knowledge Base:
http://support.microsoft.com/search/default.aspx?query=udf%20vista

Eine Antwort to “UDF Dateisystem unter Windows Vista, Ersatz für DirectCD und InCD”

  1. Dj Says:

    wie kann man diese Funktion abschalten

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: