SSD Defragmentierung unter Windows 7 und Trim Befehl


Aufgeschreckt durch diesen Artikel: http://blogs.technet.com/filecab/archive/2009/11/25/windows-7-disk-defragmenter-user-interface-overview.aspx, hat sich folgendes ergeben.

Obwohl ja Windows 7 offiziell den Trim Befehl bei SSD Festplatten unterstützt http://blogs.msdn.com/e7/archive/2009/05/05/support-and-q-a-for-solid-state-drives-and.aspx, ist die Sache wie immer nicht so einfach.

Denn eine SSD muss von Windows 7 erstmal als SSD erkannt werden, sonst wird sie wie eine schnelle Festplatte behandelt. Mit allen Konsequenzen! Z. B. auch eines unnötigen Defragmentierungslauf, der nicht nur die Lebensdauer der SSD verkürzt sondern auch noch gleichzeitig unnötig die Akkulaufzeit eines Notebook oder Netbooks reduziert.

Angeblich soll der Befehl

fsutil behavior query DisableDeleteNotify

0 liefern, wenn der Trim Befehl aktiv ist, oder auch nicht. Durch zum jetzigen Zeitpunkt immer noch nicht verfügbare offizielle Information von Microsoft hat mal wieder Google die Meinungsführerschaft übernommen, so das reih auf und reih ab darüber Spekuliert wird. http://www.hardwareluxx.de/community/showthread.php?t=615540. Witzig auch dieser Forumseintrag: http://social.technet.microsoft.com/Forums/en-US/w7itprohardware/thread/d06e1cb5-d518-447e-b3d6-db2d580899cb. Ein Microsoft-Mitarbeiter verweist auf den obigen Blogeintrag, aber meines Erachtens stimmt da was nicht, denn auch bei einer normalen Festplatte kommt bei DisableDeleteNotify 0 als Ergebnis.

Aber jetzt zu meinem eigentlichen Problem die Defragmentierung. Wie stelle ich zuerst mal fest, ob der Defragmentierungsdienst läuft? Tja liebe Freunde der GUI, Pech gehabt. Seit Windows Vista gibt es so viele Anwendungs- und Dienstprotokolle, dass man Tage mit verbringen kann den richtigen Dienst zu finden. Auch die Möglichkeit Filter zu setzen ist nicht so der schnelle Bringer.

Aber als neuer bekennender Fan von Powershell, erledigen wir die Sache kurz mal damit:

Get-EventLog System | Sort-Object TimeGenerated | Where-Object {$_.Message –like "*defrag*"} | fl

Dieser Befehl gibt die neuesten Einträge als letztes aus. Nun weiß man also wann in der Richtung das letzte mal was passiert ist.

Da getreu dem Motto von Windows 7 mit den Triggered Events nur das laufen soll, was benötigt wird, läuft der Defragmentierungsdienst auch nicht immer.

Um nun das Defragmentieren zu Unterbinden, sucht man in der Aufgabenplanung den Defrag-Eintrag. Man hat nun die Option den Eintrag komplett zu löschen, zu deaktivieren oder beim Aufruf von Defrag.EXE mit dem Parameter /E eine Ausnahme für das betreffende Laufwerk anzugeben. Wie es einem beliebt.

Bleibt noch die Frage, ob an Defrag noch weitere Dinge kleben, die durch die Ausnahme nun nicht mehr funktionieren, mal sehen.

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