Archive for the ‘Backup’ Category

Probleme mit leeren Bildschirm bei Sichern und Wiederherstellen unter Windows 7 und allgemeines Sicherungsdebugging

30 Mai 2016

Datensicherungen sind wichtig, gerade in Zeiten von Cryptolocker-Malware. Was macht man aber, wenn man mit einer leeren Seite und ohne Fehlermeldung begrüßt wird, wenn man den Sicherungsstatus überprüfen möchte?

In einem Fall unter Windows 7 zeigte der Aufruf der “Sichern und Wiederherstellen”-Seite über die Systemsteuerung einfach nur ein leeres Bild. Schlecht so was. Auch der direkte Aufruf von sdclt.exe brachte die gleiche Darstellung. Hier ist das Problem nochmal mit Bildern beschrieben: http://www.borncity.com/blog/2014/09/29/windows-sichern-und-wiederherstellen-bleibt-leer/.

Gut wenn die Oberfläche nichts anzeigt, dann schaut man halt tiefer und ein Aufruf von wbadmin get versions brachte erschreckendes zu Tage, dass die letzte Sicherung schon ein paar Wochen her ist!

Dann der nächste Blick in die Windows Ereignisanzeige unter Anwendungs- und Dienstprotokolle/Microsoft/Windows/Backup. Oh je, der Eindruck mit denen von wbadmin stimmt überein, keine Backups wurden für die letzten Wochen protokolliert.

An was liegt es? Ist womöglich die Ausführung in der Aufgabenplanung deaktiviert? Witzig: Nein, die scheint immer schön brav jeden Tag durchzulaufen und meldet keine Fehler!

Gibt es hier einen Masterplan? Keine Ahnung, zunächst kann man natürlich die Ressourcenüberprüfung mittels SFC.EXE /SCANNOW drüberjagen, doch die brachte nichts.

Jetzt sollte man sich mal Gedanken machen, welche Dienste für eine Datensicherung benötigt werden. Da gibt es drei:

PS> Get-Service wbengine, SDRSVC, VSS

Status   Name               DisplayName
——   —-               ———–
Stopped  SDRSVC             Windows-Sicherung
Stopped  VSS                Volumeschattenkopie
Stopped  wbengine           Blockebenen-Sicherungsmodul

stellt sich die Frage, lassen die sich starten?

PS> Start-Service wbengine, SDRSVC, VSS
start-Service : Der Dienst "Windows-Sicherung (SDRSVC)" kann aufgrund des folgenden Fehlers nicht gestartet werden:
Der Dienst SDRSVC kann nicht auf dem Computer . gestartet werden.

In Zeile:1 Zeichen:1
+ start-Service wbengine, SDRSVC, VSS
+ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    + CategoryInfo          : OpenError: (System.ServiceProcess.ServiceController:ServiceController) [Start-Service],
   ServiceCommandException
    + FullyQualifiedErrorId : CouldNotStartService,Microsoft.PowerShell.Commands.StartServiceCommand

PS> Get-Service wbengine, SDRSVC, VSS

Status   Name               DisplayName
——   —-               ———–
Stopped  SDRSVC             Windows-Sicherung
Running  VSS                Volumeschattenkopie
Running  wbengine           Blockebenen-Sicherungsmodul

OK, das ist eine Aussage: Der Dienst kann nicht gestartet werden, weil der Dienst nicht gestartet werden kann! Blöd so was, aber warum kann er nicht gestartet werden?

PS> Get-Service SDRSVC | fl *

Name                : SDRSVC
RequiredServices    : {RPCSS}
CanPauseAndContinue : False
CanShutdown         : False
CanStop             : False
DisplayName         : Windows-Sicherung
DependentServices   : {}
MachineName         : .
ServiceName         : SDRSVC
ServicesDependedOn  : {RPCSS}
ServiceHandle       : SafeServiceHandle
Status              : Stopped
ServiceType         : Win32OwnProcess
StartType           : Disabled
Site                :
Container           :

Klar, wenn ein Dienst deaktiviert ist, dann kann er auch nicht gestartet werden!

Also setzen wir den Dienst auf seinen Standardwert:

PS> Set-Service SDRSVC -StartupType Manual

Nun kann man mittels SDClt.EXE oder, wie gewohnt, mit vielen Klicks den Punkt “Sichern und Wiederherstellen” aufrufen und siehe da, es wird wieder alles angezeigt!

Ob dann die Sicherung auch wirklich klappt? Keine Ahnung, aber wer so eine Einstellung hat, der hat vielleicht einen weiteren Dienst deaktiviert, also schauen wir uns noch die anderen Dienste an:

PS> Get-Service wbengine, SDRSVC, VSS| select name, displayname, starttype

Name     DisplayName                 StartType
—-     ———–                 ———
SDRSVC   Windows-Sicherung              Manual
VSS      Volumeschattenkopie            Manual
wbengine Blockebenen-Sicherungsmodul    Manual

Also sieht ja gut aus.

Da wir gerade dabei sind, wenn es schon Probleme gibt, dann helfen diese Abfragen (Powershell 3.0 muss vorhanden sein):

Get-WinEvent -LogName Microsoft-Windows-Backup|select -First 10

Get-ScheduledTask -Recurse | where name -match backup| select name,status,lastruntime,lasttaskresult, nextruntime| ft –AutoSize

Get-Service wbengine, SDRSVC, VSS| select name, displayname, starttype, status

vssadmin list writers

Bei Get-ScheduledTask ist wichtig LastTaskResult mit anzuzeigen, weil dies standardmäßig nicht mit aufgelistet wird aber wertvolle Hinweise geben kann.

Bei vssadmin list writers sind insbesondere die Angaben zum letzten Fehler der einzelnen Writer zu beachten! Eine Idee, wie man mit vssadmin umgeht, geben diese beiden Artikel: https://newyear2006.wordpress.com/2015/12/19/windows-8-1-backup-mit-wbadmin-bricht-mit-fehler-auf-das-bereitgestellte-sicherungsvolume-konnte-nicht-zugegriffen-werden-ab-bzw-fehlercode-0x807800c5/ und https://newyear2006.wordpress.com/2011/09/09/sbs2011-backup-bricht-mit-fehler-2155348129-ab-und-was-hat-das-mit-sharepoint-updates-zu-tun/.

Windows 8.1 Backup mit WBADMIN bricht mit Fehler “Auf das bereitgestellte Sicherungsvolume konnte nicht zugegriffen werden” ab, bzw. Fehlercode 0x807800C5

19 Dezember 2015

Viele der Gründe, die hier beschrieben sind http://www.borncity.com/blog/2013/11/11/windows-8-1-backup-probleme-bei-uefigpt-datentrgern/ können zutreffen. Aber meine Theorie ist folgende.

Eine Sicherung, eines Windows 8.1 Rechners mit UEFI Installation und 40GB Platte, mittels

wbadmin START backup -backupTarget:\\NAS2\Freigabe\Sicherungen -include:c: -allCritical -quiet

funktionierte nicht und brachte immer die Fehlermeldung:

Fehler beim Sichern des Volumes "\\?\GLOBALROOT\Device\HarddiskVolume2\": Auf das bereitgestellte Sicherungsvolume konnte nicht zugegriffen werden. Wiederholen Sie den Vorgang.

bzw.

Fehler beim Sichern des Volumes "\\?\GLOBALROOT\Device\HarddiskVolume2\": Der angegebene Sicherungsdatenträger wurde nicht gefunden.

Dadurch wurde bereits im Sicherungsverzeichnis auf einem NAS eine ESP-Partition angelegt. Das wird später noch wichtig!

Zunächst wurde mittels VSSADMIN untersucht, ob es Probleme mit den Providern gibt. Aber nichts in der Richtung.

Dann kam mir die Schattenkopie-Speichergröße mit 3% etwas mickrig vor:

C:\>vssadmin list shadowstorage
vssadmin 1.1 – Verwaltungsbefehlszeilenprogramm des Volumeschattenkopie-Dienstes

(C) Copyright 2001-2013 Microsoft Corp.

Schattenkopie-Speicherassoziation
   Für Volume: (C:)\\?\Volume{ce1bcdaa-9909-464e-2002-4893f5c7566e}\
   Schattenkopie-Speichervolume: (C:)\\?\Volume{ce1bcdaa-9909-464e-2002-4893f5c7566e}\
   Verwendeter Schattenkopie-Speicherbereich: 1,48 GB (3%)
   Zugewiesener Schattenkopie-Speicherbereich: 1,75 GB (4%)
   Max. Schattenkopie-Speicherbereich: 1,18 GB (3%)

Also die Größe auf 10% und 3,95GB erhöht:

vssadmin resize shadowstorage /For=C: /On=C: /MaxSize=10%

Wieder versucht, wieder selbe Fehlermeldung.

Nach verschiedenen anderen nutzlosen Aktionen, den obigen Born-Artikel gefunden und studiert. Viele Aktionen scheinen dann zu klappen, wenn die Partitionsgröße verändert wurde.

Oben hatte ich schon die ESP-Partition im Sicherungsverzeichnis erwähnt. Da dachte ich mir, weil es eh noch keine Historie gab, lösch doch einfach mal das bisher angelegte Backup-Verzeichnis. BANG!

Das war es, nun klappte alles. Was ich durch Vergrößern des Shadowstorage-Bereich und Löschen des Backup-Verzeichnis geschafft habe, schafften andere durch das Ändern der Parititionsgröße? Nur eine Idee, leider keine Zeit zum Nachprüfen.

Weitere Leidensgenossen:
http://superuser.com/questions/663782/windows-8-1-insufficient-storage-available-to-create-shadow-copy

Nachdem nun ein zweiter Rechner das gleiche Problem zeigte, kann ich nun bestätigen, dass die Maßnahme mit Shadowstorage vergrößern und löschen des Sicherungszielverzeichnis die Lösung bringt.

Hier noch weitere Infos. In den Windows Backup Ereignissen wird folgendes Problem aufgezeichnet:

Get-WinEvent -LogName Microsoft-Windows-Backup | select –first 3

   ProviderName: Microsoft-Windows-Backup

TimeCreated                     Id LevelDisplayName Message
———–                     — —————- ——-
18.12.2015 22:12:08             14 Informationen    Die Sicherung ist abgeschlossen.
18.12.2015 22:12:08              5 Fehler           Fehler bei der um ?2015?-?12?-?18T21:11:37.607836100Z gestartete…
18.12.2015 22:11:37              1 Informationen    Die Sicherung wurde gestartet.

Wenn man sich den Fehler näher anschaut, erscheint:

Fehler bei der um ?2015?-?12?-?18T21:11:37.607836100Z gestarteten Sicherung. Fehlercode:
"0x807800C5" ("Fehler beim Vorbereiten des Sicherungsabbilds eines der Volumes im
Sicherungssatz."). Suchen Sie in den Ereignisdetails nach einer Lösung, beheben Sie das
Problem, und führen Sie die Sicherung erneut aus.

Altes Windows XP aus VHD-Datensicherung wiederbeleben

31 Dezember 2014

Nur als Referenz, falls nochmals notwendig. Kurz die Situation, es gab einen Datenbestand auf den unbedingt zugegriffen werden musste. Allerdings war nur eine VHD-Komplettsicherung eines Windows XPs vorhanden. Man hätte nun zwar die Daten aus der VHD extrahieren können, allerdings lagen die Daten in einer Software vor, welche auf einem neuen Rechner nicht mehr installierbar war. Somit musste das alte XP-System reaktiviert werden. Dazu wurde die XP-Maschine als virtueller Rechner unter einem Hyper-V eingebunden. hier nun kurz die nötigen Schritte:

Diese Lösung setzt voraus, das Windows XP zum Einsatz kommt, nur eine Partition zurückgespielt werden muss und diese kleiner 128GB ist.

o Hyper-VM VM anlegen, falls Auswahl nur Generation 1
o Anlegen einer Partition die nicht größer als 128GB sein darf
o Booten von einer WinPE oder Windows-Start-CD
o Shift-F10 für Eingabeaufforderung
o Einbinden der VHD-Sicherung mittels DISKPART

DISKPART
SELECT VDISK FILE="Vollständige Pfad zu VHD-Datei"
ATTACH

o Einrichten und Formatieren des neuen Laufwerks

SELECT DISK 0
ACTIVE
CREATE PARTITION PRIMARY
FORMAT FS=NTFS QUICK
LIST VOLUME
EXIT

o Kopieren der Daten von VHD-Sicherung zum leeren Laufwerk. Dabei ist zu beachten, welche Laufwerksbuchstaben den Laufwerken bei der Ausgabe von obigem “List Volume” angezeigt werden. In meinen Beispiel war E: das Laufwerk mit der eingehängten VHD-Datei und C: die neue, noch leere Platte. Infos zu den Paramtern von XCOPY: http://support.microsoft.com/kb/323007/de.

XCOPY E:\*.* C:\  /O X /E H /K
BOOTSECT /NT52 C: /MBR

o Damit die Geschichte unter Hyper-V bootbar ist und kein “Inaccessible Bootdevice” Fehler auftritt, muss noch ein IDE-Treiber aktiviert werden. Weitere Infos hier: https://newyear2006.wordpress.com/2009/09/12/computer-bzw-hardware-virtualisieren-p2v-fr-microsoft-hyper-v-server/

REG LOAD HKLM\Temp C:\WINDOWS\SYSTEM32\CONFIG\SYSTEM
REG ADD "HKLM\Temp\ControlSet001\Control\CriticalDeviceDatabase\pci#VEN_8086&DEV_7111"
REG ADD "HKLM\Temp\ControlSet001\Control\CriticalDeviceDatabase\pci#VEN_8086&DEV_7111" -v Service -t REG_SZ -d intelide 
REG ADD "HKLM\Temp\ControlSet001\Control\CriticalDeviceDatabase\pci#VEN_8086&DEV_7111" -v ClassGUID -t REG_SZ -d "{4D36E96A-E325-11CE-BFC1-08002BE10318}"
REG ADD HKLM\Temp\ControlSet001\Services\intelide -v start -t REG_DWORD -d 0

REG UNLOAD HKLM\Temp

Das wars auf die Schnelle. Die Methode funktioniert im Prinzip auch bei Windows Vista, 7,8 usw. Allerdings muss man dort mit /NT60 bei BOOTSECT arbeiten und darauf Rücksicht nehmen, dass mehrere Partitionen vorhanden sind.

Gefährliche NAS-Backups mit Windows 7, Windows 8, Windows 8.1 sowie Server 2008 R2, Server 2012 und Server 2012 R2 und Fehlercode 0xC03A0005 mit Meldung “Die Version unterstützt diese Version des Dateiformats nicht”

28 Januar 2014

Gerade aufgeschreckt durch den Fehler bei einem Kunden auf einem QNAP-NAS während eines Systembackups:

Fehler bei der um ‎2014‎-‎01‎-‎27T21:17:26.330867400Z gestarteten Sicherung. Fehlercode: "0xC03A0005" (Die Version unterstützt diese Version des Dateiformats nicht.). Suchen Sie in den Ereignisdetails nach einer Lösung, und führen Sie die Sicherung erneut aus, nachdem das Problem behoben wurde.

Das Problem wurde bereits im Zusammenhang mit Windows Server 2008 R2 und Windows 7 im November 2010 beschrieben: http://blogs.technet.com/b/asiasupp/archive/2010/11/03/windows-server-backup-failed-with-error-quot-the-version-does-not-support-this-version-of-the-file-format-quot.aspx. Kurz: Das NAS versucht das Backup über ein Sparsefile anzulegen, während das Windowsprogramm Blocklevelzugriff braucht, da es eine VHD-Datei anlegt und bestimmte Dinge berechnet und direkt in der Datei anspringt. Da Windows keine Kenntnis vom Verhalten mit dem Sparsefile hat, kommt es zu falschen Berechnungen und damit scheitert die Sache früher oder später. Deshalb berichten viele von Problemen zu unterschiedlichen Gelegenheiten.

Als Lösung wurde genannt, man möchte in der smb.conf “strict allocate = yes” eintragen und den Samba-Server neu starten. Dadurch wird der für die Backupdateien benötigte Speicher immer komplett belegt.

Mal abgesehen, dass dieser Vorgang den Einsatz von Telnet erfordert, funktioniert diese Lösung aber auch nicht. Wie hier im Forum von QNAP diskutiert wird: http://forum.qnap.com/viewtopic.php?f=24&t=87109. Teilweise wird die Einstellung ignoriert oder geht nach einem weiteren Systemstart verloren oder sorgt für unnötige Auslastung des NAS. Offenbar ist es auch nicht nur ein Problem von QNAP sondern alle NAS-Hersteller kennen dieses Problem. Also Netgears ReadyNAS, FreeNAS, Synology usw. scheinen alle das Problem zu haben.

Was ist nun die Alternative? iSCSI

iSCSI ist etwas schwieriger einzurichten aber scheinbar momentan die einzig sinnvolle Lösung, solange das betreffende NAS iSCSI-Unterstützung mitbringt. Aber auch iSCSI birgt seine Gefahren: https://newyear2006.wordpress.com/2013/01/05/windows-server-2008-r2-bzw-sbs-2011-datensicherung-fehlercode-2155348061/

Sollte all das der Grund sein, warum MS nun die Sicherung in die CloudOS propagiert?

Windows Server 2008 R2 bzw. SBS 2011 Datensicherung Fehlercode 2155348061

5 Januar 2013

Mal wieder ein netter Fehlercode bei einem nicht funktionierenden Backup auf einem Server. Wo war das Problem? Wie immer weiß Windows nix genaues.

Zunächst hier die ausführliche Meldung im Windows Event Log

Fehler beim Starten der um ‎2013‎-‎01‎-‎03T22:00:17.422620800Z auszuführenden Sicherung. Fehlercode: "2155348061". Suchen Sie in den Ereignisdetails nach einer Lösung, und führen Sie die Sicherung erneut aus, nachdem das Problem behoben wurde.

Bei den Datensicherungszielen war das Laufwerk als Datenträger [1] angegeben. Also mal nach Datenträger 1 schauen. Aber in der Datenträgerverwaltung gab es keinen Datenträger 1. Wer war Schuld?

Das NAS war es. Denn per iSCSI war eine virtuelle Festplatte vom NAS eingebunden. NAS wie Windows zeigten aber eigentlich alles korrekt an. Nur wenn man unterm iSCSI-Initiator beim Register Ziele unter Geräte schaute, fehlte das betreffende Gerät!

Also beim NAS nachgeschaut aber dort war nichts besonderes geloggt und alles sah gut aus. In der Not im NAS den iSCSI-Dienst deaktiviert und neu aktiviert (zum Glück war nur eine Platte angebunden!). Danach hat wieder alles funktioniert.

GHOST32.EXE-Ersatz mittels Windows 8 bzw. WinPE 4 oder wie erstelle ich ein Festplattenimage mit Windows Bordmitteln?

2 Juli 2012

Wer Symantecs Ghost32.EXE aus der Enterprise Edition einsetzt, der weiß wie einfach es sein kann, Festplattenimages zu erstellen bzw. eine alte Platte durch eine neue Platte zu ersetzen.

Schon lange bin ich auf der Suche nach einer Ersatzlösung für Ghost32.exe z. B. https://newyear2006.wordpress.com/2010/11/21/ghost-enterprise-ersatz/ oder https://newyear2006.wordpress.com/2007/02/09/festplatten-clonen-mit-windows-vista-dvd-und-robocopy/ aber es war nichts so einfach wie Ghost32.EXE. Ein Problem das massiver wird, ist, dass GHOST32.EXE eben ein 32Bit Programm ist. Da aber alle neuen Windows Versionen in der Regel 64Bit sind und 32Bit WinPE-Umgebungen über kurz oder lang aussterben. Dies bedeutet, dass die alte Ghost32.EXE dort nicht mehr gestartet werden kann.

Nun gibt es wohl schon einige Zeit eine neue Version von Ghost, die auch 64Bit-fähig ist, aber warum soll man sich damit herumschlagen, zumal es nur Bestandteil einer größeren Suite ist, wenn das Betriebssystem die Sache selber mitbringt.

Eine weitere Altnative war noch die ImageX-Lösung um WIM-Dateien zu erstellen aber alles irgendwie nicht so aus einem Guss. ImageX war nicht von Haus aus enthalten.

Aber MS hat ein Einsehen gehabt und bringt nun alles nötige von Haus aus mit. Quasi wurde ImageX in DISM integriert. DISM.EXE kennt nun die Befehlszeilenoptionen /APPLY-IMAGE und /CAPTURE-IMAGE und ist auf jeder Windows 8 bzw. Server 2012 DVD enthalten!

Mittels

DISM.EXE  /Capture-Image  /ImageFile:Backup.wim  /CaptureDir:C:\  /Name:Backup

erhält man die Datei Backup.WIM mit dem kompletten Inhalt von C:\.

http://technet.microsoft.com/en-us/library/hh825041

Was die Sache so interessant macht ist, dass man mehrere Sicherungen in eine WIM-Datei packen kann und dabei mehrfach vorkommende Dateien nur einmal hinterlegt werden. Siehe Parameter /APPEND-IMAGE http://technet.microsoft.com/en-us/library/hh825258.

Was leider komplett fehlt ist der Punkt eine 1:1 Kopie zu erstellen, wo Sektor für Sektor kopiert wird. Aber für Forensiker bleibt ja noch das alte GHOST32 oder eben DD der Linuxler.

Die Sachen sind übrigens wichtig, um die von Windows 8 angepriesenen Funktionen wie “Refresh your PC” bzw. “Reset your PC” zu unterstützen. Beides läuft auch unter dem Punkt “Push-button reset”. http://technet.microsoft.com/en-us/library/hh824917

Ob alles reibungslos funktioniert, wird die Zeit zeigen…

Windows 7 Wartungscenter meldet Fehler bei Backup mit Fehlercode 0x8100002F

21 Mai 2012

Nach einer Sicherung auf einem Windows 7 Rechner ist es nicht ungewöhnlich folgende Meldung im Wartungscenter angezeigt zu bekommen:

[Window Title]
Windows-Sicherung: Problembehandlungsoptionen

[Main Instruction]
Sicherungsergebnisse überprüfen

[Content]
Die Sicherung wurde abgeschlossen, einige Dateien wurden jedoch übersprungen.
Übersprungene Dateien anzeigen

[^] Details ausblenden  [Sicherungseinstellungen ändern] [Abbrechen]

[Expanded Information]
Sicherungszeit: 17.05.2012 15:58
Sicherungsort: Sicherungen (S:)
Fehlercode: 0x8100002F

Wenn man sich die Fehlerdetails bei “Übersprunge Dateien anzeigen” anschaut, öffnet sich oftmals folgendes Bild:

Beim Sichern der Datei "C:\Users\BenutzerName\Contacts" ist ein Problem aufgetreten. Fehler: (Das System kann die angegebene Datei nicht finden. (0x80070002))
Beim Sichern der Datei "C:\Users\BenutzerName\Searches" ist ein Problem aufgetreten. Fehler: (Das System kann die angegebene Datei nicht finden. (0x80070002))

In der Regel bekommt man die Fehlermeldung, wenn der betreffende Benutzer sich noch nicht vollständig am System angemeldet hat.

Dieser KB-Artikel geht auf das Thema ein: http://support.microsoft.com/kb/979281

Eine weitere Methode das Problem zu lösen, besteht darin, mit Adminrechten die fehlenden Verzeichnisse Contacts und Searches beim angeprangerten Benutzer einfach anzulegen.

Windows 8 Client hat keine Datensicherung mehr

12 März 2012

Ups, wer braucht denn in Zeiten der Clouds noch eine Datensicherung hatte sich bestimmt auch MS beim Festlegen der Features von Windows 8 gedacht. Kurzerhand wurde “Sichern und Wiederherstellen”, welches für Dokumentensicherungen und Systemimages zuständig war, aus dem System entfernt.

http://msdn.microsoft.com/en-us/library/hh848073(v=vs.85).aspx

Warum nur? Mit Vista hat es noch nicht sonderlich gut funktioniert und unter Windows 7 war es Klasse und nun? Einfach weg. OK, es gibt einen Ersatz, nennt sich File History.

Gleichzeitig wurde die “Vorgängerversionen wiederherstellen”-Funktion, die durch den Schattenkopiendienst erstellt wurden, geopfert. Evtl. waren diese im Weg für File History und hätten für unnötiges Durcheinander gesorgt. http://msdn.microsoft.com/en-us/library/hh848072(v=vs.85).aspx

Der einzige Grund warum aber “Sichern und Wiederherstellen” geopfert wurde, den ich mir vorstellen kann, ist die immer wiederkehrende Frage von Normalanwender, was denn mit Systemimages gemeint war. Mal sehen wie die Sache sich bis zum Release entwickelt.

Windows Server 2008 R2 Software Raid 1 (Mirror) korrekt einrichten egal ob BIOS oder UEFI

12 März 2012

Eine Sache die leicht unterschätzt wird, ist das korrekte Einrichten eines Softwareraids unter Windows Server. Hier eine tolle Schritt für Schritt Anleitung von Microsoft, wo auf alle wichtigen Aspekte eingeht und vor allem die Unterschiede wegen BIOS und UEFI berücksichtigt.

Configuring Disk Mirroring for Windows Server 2008 R2: http://www.microsoft.com/download/en/details.aspx?amp;displaylang=en&id=23476

NTBackup Backups wiederherstellen unter Windows 7, Windows Vista oder Server 2008 (R2)

2 November 2011

Eine einfache Aufgabe die aber schnell ausarten kann. Wer in die Situation kommt alte Windows Backups die mit NTBackup erstellt wurden zurückspielen zu müssen oder Teile der Daten benötigt, der wird schnell feststellen, dass dies unter obigen Betriebssystemen nicht so einfach möglich ist.

Hier mehr zum Thema unter Vista: https://newyear2006.wordpress.com/2007/01/26/endlich-ntbackup-reader-unter-windows-vista/

Unter Windows 7 gehts eigentlich mittels dieses Updates: http://support.microsoft.com/?kbid=974674.

Aber der Teufel steckt wie immer im Detail. Obiges Update erlaubt es zwar Daten zurückzuspielen allerdings in bestimmten Umgebungen fehlen schnell bestimmte Dienste (z. B. im Microsoft Hyper-V Server). In diesem Fall kommt NTBKUP.EXE zum Einsatz. http://www.fpns.net/willy/msbackup.htm#NTBKUP. Hier wird sogar der Aufbau der BKF-Dateien beschrieben.

Wie man Dateien mit NTBKUP.EXE extrahiert wird hier an einigen Beispielen erläutert: http://www.fpns.net/willy/msbkoutp.htm.

Ein einfaches Beispiel ist z. B.:

ntbkup mein.bkf -s2 -x*.txt -l\D\MeinVerzeichnis

Stellt aus dem 2. Backup-Set alle *.txt-Dateien aus dem Verzeichnis \D\MeinVerzeichnis wieder her. Wichtig: Das Programm reagiert extrem auf Groß- und Kleinschreibung. Wer also alle Dateien wiederhergestellt haben möchte, sollte auch Varianten wie

ntbkup mein.bkf -s2 -x*.Txt -l\D\MeinVerzeichnis

ntbkup mein.bkf -s2 -x*.TXT -l\D\MeinVerzeichnis

ntbkup mein.bkf -s2 -x*.Txt -l\D\meinverzeichnis

ntbkup mein.bkf -s2 -x*.TXT -l\D\MEINVERZEICHNIS

durchprobieren, bzw. sich mittels

ntbkup mein.bkf -s2 -c

das Inhaltsverzeichnis der Dateien ausgeben lassen, damit man genau weiß, wie ein Dateiname und Pfad gespeichert wurden!!