Archive for the ‘Chrome’ Category

Automatisch Bilder von Webseiten erstellen

1 Juni 2019

Manchmal kann es ganz nützlich sein, eine Webseite direkt als Bild speichern zu können. Chrome (ab Version 59 bzw. 60) bringt von Haus aus eine Möglichkeit mit, dies per Eingabeaufforderung zu machen.

Start chrome.exe –headless –screenshot="C:\temp\bild.png" https://www.bild.de –window-size=1024,1280

hier die passende Ausführung in Powershell:

Start-Process  chrome.exe -ArgumentList  "–headless", ‚–screenshot="C:\temp\bild.png"‘, "https://www.bild.de", "–window-size=1024,1280"

Beide Varianten führen dazu, dass im Verzeichnis C:\Temp die das Bild der Webseite in der Datei bild.png gespeichert wird.

Wer die Seite lieber als PDF-Datei speichern möchte, der verwendet diese Variante:

Start chrome.exe –headless –print-to-pdf="c:\temp\bild.pdf" https://www.bild.de –window-size=1024,1280

in Powershell also:

Start-Process  chrome.exe -ArgumentList  "–headless", ‚–print-to-pdf="c:\temp\bild.pdf"‘, "https://www.bild.de", "–window-size=1024,1280"

Weitere Infos zum Headless-Modus findet man hier: https://developers.google.com/web/updates/2017/04/headless-chrome.

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Chrome unter Windows 10 ladet und baut Seiten nur langsam auf und bricht teilweise auch mit einer Fehlermeldung ERR_TIMED_OUT ab

4 September 2018

Chrome, der Marktführer unter den Browsern, kann in bestimmten Fällen ein seltsames Verhalten an den Tag legen. Beim Aufruf einer Seite baut diese nur sehr langsam oder gar nicht auf. Dabei sieht man unten links eine Statusmeldung mit dem Text

Sichere Verbindung wird hergestellt…

Vor allem bei Seiten die sich massenweise Tracking-Cookies oder Werbeinhalte aus verschiedensten Quellen holen, die also aus verschiedensten Domains Inhalte nachladen, kann dies ziemlich lange dauern. Im Extremfall führt es zu dieser Fehlermeldung:

ERR_TIMED_OUT

Der erste Gedanke für so einen Fall könnte eine Infektion des Rechners sein, wie hier jemand denkt: https://www.trojaner-board.de/189359-google-chrome-laedt-langsam-warten-diverse-homepages.html. Aber das konnte im aktuellen konkreten Fall ausgeschlossen werden. Auch war keiner der bekannten Antivirenscanner der Übeltäter. Weiter könnten noch Probleme mit IPv6 eine Rolle spielen oder einfach Probleme mit dem Router. Aber all diese Punkte lassen sich ganz schnell aus der Welt schaffen, indem man einfach prüft wie Edge reagiert. Mit Edge waren die Seiten ohne Probleme ladbar.

Auch Chrome zu deinstallieren und komplett neu zu installieren, explizit als 64-Bit Version, brachte keine Hilfe.

Es scheint also ein Chrome spezifisches Problem zu sein. Da Chrome gerne mit technischen Neuerungen glänzt, lag die Vermutung nahe, dass evtl. schon TLS 1.3 zum Einsatz kommt, aber das explizite Abschalten brachte auch keine Änderung. Sicher nutzen aktuelle Server nur selten TLS 1.3 aber es hätte ja sein können, dass eine Entscheidungsroutine ob 1.3 oder 1.2 verwendet wird Probleme machte. Aber wie gesagt brachte das auch nichts.

Beim weiteren Durchforsten des Internets kam dann auch einmal jemand und meinte, man müsse den Kryptographiedienst (Dienstname CryptSvc) von Windows neu starten. Da beim Aufbau einer sicheren Verbindung die Kryptographie eine Rolle spielt, war dies nicht so abwegig und brachte wohl auch eine Beschleunigung. Allerdings wenn Chrome verlassen und neu gestartet wurde, war alles wieder beim alten.

Bei weiterer Recherche kam dann dieser Bug von Chrome zutage: https://bugs.chromium.org/p/chromium/issues/detail?id=838707, “Win10 Spring Update 1803 causes ERR_TIMED_OUT”. Hier sind alle Probleme exakt beschrieben, auch dass Windows 10 v1803 zum Einsatz kam war der Fall.

In dem Bug-Thread werden einige Problemlösungen angedeutet, die effektivste Methode scheint aber zu sein, wenn der Kryptographiedienst mit anderen Rechten gestartet wird. Infos zur Aufgabe des Kryptographiedienstes: https://docs.microsoft.com/en-us/windows-server/security/windows-services/security-guidelines-for-disabling-system-services-in-windows-server#cryptographic-services. Standardmäßig wird er mit dem Netzwerkdienst-Konto (NT AUTHORITY\NETWORK SERVICE) gestartet. Wenn man nun bei den Eigenschaften des Dienstes dies auf Lokales Systemkonto (NT AUTHORITY\SYSTEM) ändert, dann scheint Chrome zufrieden zu sein und läuft wieder normal schnell.

In Powershell sieht diese Änderung so aus:

$svc = Get-WmiObject Win32_Service –filter "name=’CryptSvc’"
$svc.Change($null,$null,$null,$null,$null,$null,"LocalSystem", $null)
$svc.StopService()
$svc.StartService()

Eine weitere Variante das Problem zu lösen ist in der Registrierung rumzutoben und z. B. ProtectedRoot zu löschen aber das wäre noch sensibler als die Berechtigung des Diensts zu ändern.

Nicht auszuschließen ist, dass es sich evtl. um ein Problem im Zusammenhang mit Spectre handelt… Wer weiß das heute schon?

Letzte abgestürzte Chrome Sessions Tabs wiederherstellen

5 Dezember 2017

Wenn man, wie ich, Chrome Tabs sammelt um ja nichts zu vergessen, dann kann es in einer ungünstigen Situation passieren, dass man diese z. B. durch einen Neustart des Rechners verliert, oder wenn jemand anderes einfach herumklickt und Chrome öffnet ohne die alten Sessions wiederherzustellen. Zum Glück gibt es aber eine recht einfache Methode die alten Sitzungen wiederherzustellen.

Hier wird der grundsätzliche Weg beschrieben: https://superuser.com/questions/342437/how-to-restore-chrome-without-restore-button-and-the-files-last-session-and/639956#639956.

Hier nochmal der Weg in meinen Worten:

Bestehende Chrome Instanz im Taskmanager beenden

Stop-Process Chrome* –Force

und ins Verzeichnis

CD "$Env:LocalAppData\Google\Chrome\User Data\Default"

wechseln, dann

ren "Current Session" "Current Session.old"
ren "Current Tabs" "Current Tabs.old"
ren "Last Session" "Current Session"
ren "Last Tabs" "Current Tabs"

Nun kann man Chrome wieder starten.

Remote Desktop, Teamviewer oder Netviewer Alternative: Chromes Remoting Viewer

23 Mai 2012

Die Verbreitung von Google Chrome nimmt weiter zu und wird ständig mit neuen Versionen versorgt. Letztes Jahr hat eine neue Funktion Einzug gehalten: Remote Desktop.

Wer sich wundert, wenn er bei chrome://plugins auf einmal einen Remoting Viewer angezeigt bekommt, dann ist das wieder ein Teil der Bestrebung, dass Google sein eigenes Betriebssystem ChromeOS verbreiten möchte.

Es hat bereits Böse Kommentare gegeben, wie So ein Plugin einfach standardmäßig aktiv sein kann: https://productforums.google.com/forum/#!msg/chrome/pu8izeLwqew/D7xCjDb7LncJ

Hier die aktuelle offizielle Beschreibung, was geht und wo es noch Probleme gibt: https://support.google.com/chrome/bin/answer.py?hl=de&answer=1649523

Die eigentliche Chrome-App gibt es hier: https://chrome.google.com/webstore/detail/gbchcmhmhahfdphkhkmpf
mihenigjmpp/details

Die Sache muss man unbedingt mal näher beobachten, denn es müsste theoretisch eine einfache Plattformübergreifende Fernwartung möglich sein. Die Verbindung der betreffenden Rechner wird über eine zwölfstellige Nummer ermöglicht, also auch für Normalbenutzer anwendbar.

Flash oder PDF Plugin bei Google Chrome abstellen

23 Mai 2012

Chrome bringt seine eigene PDF und Flash Plugins mit. Das hat alles Vor- und Nachteile. Um Flash loszuwerden genügt es also nicht einfach Flash vom Rechner zu deinstallieren und die Neuinstallation zu unterbinden.

Um ein ein Plugin in Chrome abzuschalten geht man auf Chrome://plugins, dort bekommt man dann eine Auflistung der verfügbaren Plugins. Hier muss man einfach auf Deaktivieren klicken und Chrome neu starten, dann ist der Fall erledigt.