Archive for the ‘Problemlöser’ Category

Beim Versuch eine LibreOffice Erweiterung hinzuzufügen kommt die Fehlermeldung “Could not create Java implementation loader”

12 August 2018

Zum Einsatz kam eine recht neue LibreOffice Version 6.1.0.3 unter Windows 10. Installiert werden sollte die Grammatikhilfe LanguageTool. Dieses Add-On ist unter https://languagetool.org/#libreoffice zu finden.

Wenn man nun versucht in LibreOffice unter Extras->Extension Manager die heruntergeladene Erweiterung LanguageTool-4.2.oxt mittels Hinzufügen zu installieren, kann man diese Fehlermeldung erhalten:

Could not create Java implementation loader

Auf der LanguageTool-Seite steht bereits, dass Java 8 benötigt wird. Aber dies alleine reicht nicht aus, denn Java muss auch in LibreOffice aktiviert sein. Dazu ruft man im Menü Extras->Optionen auf und wählt den Eintrag LibreOffice->Erweitert aus. Hier muss man “Eine Java-Laufzeitumgebung verwenden” aktivieren.

Falls nicht bereits eine Laufzeitumgebung mit Version aufgeführt wird, muss diese noch ausgewählt werden. Man klickt auf Hinzufügen und wählt die passende Java-Runtime z. B. aus dem Verzeichnis C:\Programme\Java\jre1.8.0_181. Hier kann es passieren, dass die Plattformen von LibreOffice und Java-Laufzeitumgebung nicht zueinander passen. Dann erhält man diese Meldung:

Der von Ihnen ausgewählte Ordner enthält keine Java-Laufzeitumgebung. Bitte wählen Sie einen anderen Ordner.

D. h. bei einem 32-Bit LibreOffice benötigt man auch eine 32-Bit Java Laufzeitumgebung. Bei einer 64-Bit LibeOffice Version benötigt man die 64-Bit Java Laufzeitumgebung.

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Server bootet nicht nach Installation einer Intel I350-T2V2 Netzwerkkarte

30 April 2018

Bei einer Aufrüstung eines Hyper-V Servers mit einer “Intel Ethernet Server Adapter I350-T2V2”-Karte bootete der Rechner nach dem Einstecken der Netzwerkkarte nicht mehr. Nicht einmal das BIOS des Rechners war erreichbar. Statt dessen erschien nur oben links ein blinkender Cursor auf schwarzem Hintergrund.

Der Server selber war schon etwas älter deshalb gab es keine BIOS-Updates. Was also tun? Die Beschreibung auf dieser Seite brachte die Lösung: https://communities.intel.com/thread/56362.

Im Prinzip war das Flashen der Firmware der Netzwerkkarte notwendig. Das passende Utility war dieses hier: https://downloadcenter.intel.com/download/19186, das sogenannte “Intel® Ethernet Connections Boot Utility, Preboot Images, and EFI Drivers”.

Jetzt wurde nur noch ein Rechner benötigt, der mit der Karte bootete, tatsächlich konnte ein anderer, älterer Windows-Rechner mit eingesteckter Karte problemlos booten. Damit konnte dann mittels (es war ein 32-Bit Windows, bei 64-Bit ist der Aufruf leicht anders)

BOOTUTILW32.EXE

die Netzwerkkarte ermittelt werden und mittels

BOOTUTILW32.EXE –up PXE –nic 1

aktualisiert werden. Zuvor musste aber noch die Datei BootIMG.FLB aus dem übergeordneten Verzeichnis in das Verzeichnis der BOOTUTILW32.EXE kopiert werden.

Mit dem Boot Utility wurde die Firmware der Netzwerkkarte von der Version 1.3.98 auf die Version 1.5.85 aktualisiert. Danach konnte der ursprüngliche Rechner mit der Netzwerkkarte problemlos gebootet und eingerichtet werden.

Powershell Fehlermeldung ConvertFrom-Json : Ungültiger JSON-Primitiv: ..

26 März 2018

Beim Versuch eine absolut simple JSON-Datei in Windows Powershell 5.1 einzulesen erschien die Fehlermeldung:

ConvertFrom-Json : Ungültiger JSON-Primitiv: ..
In Zeile:1 Zeichen:1
+ ConvertFrom-Json .\settings.json
+ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    + CategoryInfo          : NotSpecified: (:) [ConvertFrom-Json], ArgumentException
    + FullyQualifiedErrorId : System.ArgumentException,Microsoft.PowerShell.Commands.ConvertFromJsonCommand

Ich bin schon mehrfach über dieses Problem gestolpert, wie andere auch, jedoch war es noch nie so klar wie in diesem Fall, woran das Problem liegt. Wieso das Problem so offensichtlich gelöst werden konnte, lag daran, dass die JSON-Datei absolut simple war:

{
"files.encoding": "cp850"
}

Obwohl die Datei offensichtlich korrekt aussieht, beschwert sich ConvertFrom-JSON. Als ich mir dann die Datei in Hex angeschaut habe, wurde aber schnell offensichtlich was das Problem ist:

PS > Format-Hex .\settings.json

           Pfad: .\settings.json

           00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 0A 0B 0C 0D 0E 0F

00000000   7B 0A 20 20 20 20 22 66 69 6C 65 73 2E 65 6E 63  {.    "files.enc
00000010   6F 64 69 6E 67 22 3A 20 22 63 70 38 35 30 22 0A  oding": "cp850".
00000020   7D                                               }

Ich gebe zu, die Darstellung ist unter aller sau, Danke WordPress, aber das Entscheidende ist zu sehen. Es sind die markierten 0A für den Zeilenumbruch. 0A weil es sich um eine Datei aus der Linuxwelt handelt, da ist 0A als Zeilenumbruch üblich. Hat sich leider bis zur Version 5.1 von Powershell nicht bei Microsoft herumgesprochen. Erst Powershell 6 Core arbeitet hier korrekt.

Wenn ich nun also vor dem Aufruf mit ConvertFrom-Json die Zeilenumbrüche in Windowsverträgliche umwandle, dann klappt auch die JSON-Konvertierung:

(Get-Content .\settings.json) -replace 0x10, (0x13,0x10) |ConvertFrom-Json

files.encoding
————–
cp850

Hier der Beweis, dass die anderen Zeilenumbrüche gesetzt sind:

PS > (Get-Content .\settings.json) -replace 0x10, (0x13,0x10) |out-string | Format-Hex

           00 01 02 03 04 05 06 07 08 09 0A 0B 0C 0D 0E 0F

00000000   7B 0D 0A 20 20 20 20 22 66 69 6C 65 73 2E 65 6E  {..    "files.en
00000010   63 6F 64 69 6E 67 22 3A 20 22 63 70 38 35 30 22  coding": "cp850"
00000020   0D 0A 7D 0D 0A                                   ..}..

Da viele REST-APIs von Linuxrechnern auch JSON-Dateien verteilen und davon auszugehen ist, dass diese ihre JSON-Dateien mit den unter Linux-üblichen Zeilenumbrüchen versehen, ist davon auszugehen, dass das Problem auch bei einfachen Invoke-WebRequest zum Thema wird, wie hier https://stackoverflow.com/questions/24453320/invalid-json-primitive-error-when-converting-json-file oder hier https://stackoverflow.com/questions/47908382/convertfrom-json-invalid-json-primitive-%C3%AF.

Wie gesagt mit Powershell Core 6.x ist das Thema ebenfalls erledigt.

Probleme mit Windows 10 Feature Update weil ein alter Treiber das Update auf 1709 zunichte machte

16 März 2018

Bei einem Windows 10 Rechner mit v1703 sollte auf auf das Fall Creator Update v1709 aktualisiert werden. Doch dies war nicht möglich. Egal welche Variante probiert wurde, es klappte einfach nicht. Installiert war die 32-Bit-Variante, ob dies mit dem Problem zu tun hat, konnte nicht ermittelt werden. Was aber im weiteren Verlauf noch von Bedeutung sein wird, ist, dass es sich um einen Rechner handelt der bereits Windows Vista und Windows 7 davor gesehen hat und über Jahre hinweg immer mittels Windows-Updates aktualisiert wurde.

Der eigentliche v1709-Updatevorgang lief sogar zu fast 100% durch. Doch am Anfang wurde nach einem Neustart das Update immer rückgängig gemacht. Übliche Troubleshootversuche wie https://docs.microsoft.com/en-us/windows/deployment/upgrade/resolve-windows-10-upgrade-errors brachte leider nichts.

Es wurde dann auch die setupact.log-Datei analysiert, welche im Verzeichnis "C:\$WINDOWS.~BT\Sources\Panther" zu finden ist. Dort war lediglich diese Fehlerinformation zu finden:

Error                 SYSPRP ActionPlatform::DeleteValue: Error from RegOpenKeyExW on key HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Setup\Sysprep\OfflineState; dwRet = 0x13

Aber es gibt scheinbar keine Informationen darüber. Lediglich ein MSDN-Foreneintrag https://social.msdn.microsoft.com/Forums/de-DE/ee8c7041-930c-4a2e-9720-e6b49a05c67f/windows-10-fcu-update-fails-with-registry-key-delete-of-sysprep-offlinestate?forum=win10itprosetup mit ähnlicher Konstellation deutete etwas an, dass es an einem Treiber liegen müsse.

Nachdem einige Versuche fehlgeschlagen sind, wurde die Sache erst nach weiteren zwei Monaten in Angriff genommen. Nach normalen Windows Updates tauchte beim erneuten Versuch das Featureupdate zu installieren auf einmal diese Meldung auf:

"Windows could not configure one or more system components"

Aufgrund der Meldung und dieses Artikels https://social.technet.microsoft.com/Forums/en-US/1b5b24b7-a0f0-4955-9f44-32a977643aef/windows-10-fall-creator-upgrade-1709-stops-at-45-with-windows-could-not-configure-one-or-more?forum=win10itprosetup wurde weiter gesucht. Ein Eintrag sagt, man solle sich die Datei $Windows.~bt\Sources\Rollback\setupapi\setupapi.dev.log genauer anschauen. Tatsächlich waren darin Fehler vermerkt.

Eigentlich sollte Windows 10 vor einem Update prüfen, ob die Treiber alle verfügbar sind und entsprechend ein Update von vornherein ablehnen, wenn etwas nicht passt. Aber vielleicht ist der Computer mal wieder nicht schlau genug seine Probleme selber zu lösen.

Tatsächlich  brachte die Suche nach unnötigen Treibern die Lösung. So wurde mittels pnputil.exe zunächst die vorhandenen Treiberdateien aufgelistet.

pnp-util /enum-drivers

Dabei tauchten einige alte NDIS-Treiber, also Netzwerkkartentreiber auf. Im obigen Forums-Artikel gibt es viele, die auf einmal nach abstöpseln von WLAN-Adaptern erfolgreich das Update einspielen konnten. Also die alten NDIS und andere unsinnige alte Treiber mittels

pnputil /delete-driver oemx.inf /force 

gelöscht, wobei x bei oemx.inf immer eine Zahl die bei enum-drivers ermittelt wurde, darstellt.

Am Ende hat doch tatsächlich die Installation geklappt!

Apple iPhone taucht nicht im Windows Explorer auf, kein Zugriff auf Bilder möglich weil MTP fehlt

9 Februar 2018

Auf einem Rechner mit Windows 10 v1709 (64-Bit) schloss man per USB ein iPhone 7 an, es tauchte aber kein Eintrag im Windows Explorer auf. iTunes mit der aktuellen Version war auch installiert, also sollten alle Treiber aktuell verfügbar sein. Das manuelle aktualisieren der Treiber im Gerätemanager wurde auch immer nur mit der Meldung bestätigt, dass man bereits den aktuellen Treiber hat. Was tun?

Die Lösung ist relativ simpel. Man muss nur im Gerätemanager bei den USB-Controllern auf den Eintrag “Apple Mobile Device USB Driver” gehen und die Eigenschaften öffnen. Nun geht man auf das Register Treiber und klickt auf “Treiber aktualisieren”. Im nächsten Dialog klickt man “Auf dem Computer nach Treibern suchen” und dann auf “Aus einer Liste der verfügbaren Treiber auf meinem Computer auswählen”. Es stehen nun zwei Treiber zur Auswahl, der bereits bekannte “Apple Mobile Device USB Driver” und der “MTP-USB-Gerät”-Treiber. Wir wählen den MTP-Treiber. Wird der Treiber installiert, taucht automatisch im Gerätemanager der Eintrag “Tragbare Geräte” auf unter dem dann “Apple iPhone” zu sehen ist.

Nun ist auch das iPhone im Windows Explorer zu finden und nach Freigabe vom iPhone kann man nun problemlos auf den DCIM-Ordner des iPhone zugreifen.

Letzte abgestürzte Chrome Sessions Tabs wiederherstellen

5 Dezember 2017

Wenn man, wie ich, Chrome Tabs sammelt um ja nichts zu vergessen, dann kann es in einer ungünstigen Situation passieren, dass man diese z. B. durch einen Neustart des Rechners verliert, oder wenn jemand anderes einfach herumklickt und Chrome öffnet ohne die alten Sessions wiederherzustellen. Zum Glück gibt es aber eine recht einfache Methode die alten Sitzungen wiederherzustellen.

Hier wird der grundsätzliche Weg beschrieben: https://superuser.com/questions/342437/how-to-restore-chrome-without-restore-button-and-the-files-last-session-and/639956#639956.

Hier nochmal der Weg in meinen Worten:

Bestehende Chrome Instanz im Taskmanager beenden

Stop-Process Chrome* –Force

und ins Verzeichnis

CD "$Env:LocalAppData\Google\Chrome\User Data\Default"

wechseln, dann

ren "Current Session" "Current Session.old"
ren "Current Tabs" "Current Tabs.old"
ren "Last Session" "Current Session"
ren "Last Tabs" "Current Tabs"

Nun kann man Chrome wieder starten.

Virtuelle Soundkarte für Windows

30 November 2017

Bei den vielen virtuellen Maschinen mit denen man es heutzutage zu tun hat, gibt es manchmal eine Situation, wo man gerne Sound hören würde. Aber je nach Zugang zur VM ist dies evtl. nicht möglich.

Zum Glück gibt es eine einfache Möglichkeit dieses Problem zu lösen. Man installiert einfach eine virtuelle Soundkarte. Bewährt hat sich Cable von VB Audio: https://www.vb-audio.com/Cable/. Das Programm ist umsonst und ist schnell installiert. Es funktioniert tadellos unter Windows 10 auf x86 sowie x64 Basis.

Problem mit Downloads bei Microsoft?

9 November 2017

Aktuell war es nicht möglich bestimmte Versionen von Windows bei Microsoft herunterzuladen. Es war immer nur ein Kreis mit Loading zu sehen. Ältere Versionen erschienen, aber nicht die gewünschten Windows 10 v1709 Versionen. Dank dieses Beitrags in den MS-Foren funktionierte es dann: https://social.msdn.microsoft.com/Forums/en-US/69db3839-03b7-4d72-854b-b5867c0d5514/only-loading-notice-when-searching-a-product-on-myvisualstudiocomdownloads?forum=msdnfeedback.

Der Trick war die Sprache im Chrome bei den Einstellungen erreichbar unter chrome://settings/languages von Deutsch auf Englisch umzustellen. Danach ein Refresh der betreffenden Seite und auf einmal funktionierte alles.

“Wie soll diese Website geöffnet werden?”-Dialog wegbekommen

10 März 2017

In bestimmten Situationen, vor allem nach einer Installation oder Deinstallation eines Programms, kann es bei einem neu eingerichteten Windows 10 dazu kommen, dass ein Dialog geöffnet wird mit dem Text:

Wie soll diese Website geöffnet werden?

App verwenden
—–
Standardbrowser verwenden

[  ]  Immer diese App zum Öffnen von <Website> verwenden

OK

Da die Installationen oder Deinstallationen meistens mit Adminrechten durchgeführt werden, kann es zu einer Situation kommen, wenn man die Meldung nicht beachtet und der eigentliche administrative Vorgang bereits abgeschlossen ist, dass die Meldung weiterhin am Bildschirm stehen bleibt und nicht mehr wegzubekommen ist. Das hat mit den fehlenden Rechten des Standardbenutzers nach der Installation zu tun.

Was also tun?

Entweder Rechnerneustart oder im Taskmanager die Datei OpenWith.EXE beenden.

Treiber von Windows 10 im Windows Server 2016 installieren wenn es keine offiziellen Treiber gibt, am Beispiel einer Intel-Netzwerkkarte

7 März 2017

Eigentlich sind sich Windows 10 und Windows Server 2016 recht nahe, je nach Versionsstand von Windows 10. Dennoch gibt es manchmal bei der verwendeten Hardware Einschränkungen in Bezug auf Treiber. In einem aktuellen Fall war in einem Rechner eine Intel I219-V Netzwerkkarte verbaut. Dieser Karte genügt natürlich heutigen Managementansprüchen in Servern nicht unbedingt und deshalb wurde in Server 2016 die Treiberunterstützung für diese Karte unterlassen. Was an dieser Karte aber komisch ist, ist dass es eine Zertifizierung im Windows Server Katalog dafür gibt: https://www.windowsservercatalog.com/item.aspx?idItem=985d89e0-d6d1-b9e0-654c-0209df71a8c7&bCatID=1468.

Was kann man machen um die Karte trotzdem nutzen zu können? Früher ging man her und änderte die zugehörige Treiber-INF-Datei und aktivierte die Windows 10 Treiber für Server 2016. Diese Methode wurde seit Windows Vista Zeiten immer schwieriger. Man benötigt nun passende Zertifikate, damit Änderungen an INF-Dateien autorisiert sind. Man kann aber in Server 2016 noch die bewährte Methode gehen, die Überprüfung der Treibersignatur auszuschalten, dann installiert man einmal die Treiber, ladet und segnet sie ab. Danach aktiviert man wieder die Prüfung der Treibersignaturen. Nun kann man die Geräte mit Windows 10 Treibern unter Windows Server 2016 nutzen.

Für obiges Beispiel beschreibt dieser Blogartikel den Vorgang sehr schön: http://blog.citrix24.com/install-windows-server-2016-core-intel-nuc/.

Hier mache ich aber eine komplette Beschreibung wegen ein paar Besonderheiten und weil oft Blogs im Internet auch verschwinden.

Ermittlung der HardwareID
Fangen wir an die betreffenden Geräte ausfindig zu machen. Normalerweise würden erkannte Netzwerkadapter mittels Get-NetAdapter auftauchen. Aber die Intel I219-V ist nicht dabei. Nun kann man wie im Blogartikel beschrieben mittels

GetWMIObject win32_PNPEntity |select name,deviceid |where {$_.Name match "Ethernet"}

die HardwareID ermitteln, welche

name     : Intel(R) Ethernet Connection I219-V
deviceid : PCI\VEN_8086&DEV_1570&SUBSYS_20638086&REV_21\3&11583659&0&FE

ergibt. Von dieser Info ist die VEN_8086&DEV_1570 von Bedeutung. Im Blogartikel wird noch eine zweite Variante genannt, die bezieht sich auf die WLAN-Karte, welche nicht unter Ethernet zu finden ist, sondern unter Network. Wenn man allerdings unter einem deutschsprachigen Windows diesen Befehl ausführt

GetWMIObject win32_PNPEntity |select name,deviceid |where {$_.Name match "Network"}

dann erscheint nicht die gesuchte Info, sondern

name                                   deviceid
—-                                   ——–
Microsoft Kernel Debug Network Adapter ROOT\KDNIC\0000

weil es Network nicht gibt. Man muss statt dessen nach

GetWMIObject win32_PNPEntity |select name,deviceid |where {$_.Name match "Netzwerkcontroller"}

suchen, um z. B. dieses Ergebnis zu bekommen:

name     : Netzwerkcontroller
deviceid : PCI\VEN_8086&DEV_24F3&SUBSYS_90108086&REV_3A
\4&A711841&0&00E0

Blöd und umständlich so was. Aber wir sind ja auf Server 2016, da gibt es neuere Möglichkeiten Hardwaredinge abzufragen:

Get-PnpDevice -Class Net| select status, friendlyname, instanceid|fl *

status       : OK
FriendlyName : Intel(R) Ethernet Connection I219-V
InstanceId   : PCI\VEN_8086&DEV_1570&SUBSYS_20638086&REV_21\3&11583659&0&FE

status       : Error
FriendlyName : Netzwerkcontroller
InstanceId   : PCI\VEN_8086&DEV_24F3&SUBSYS_90108086&REV_3A
\4&A711841&0&00E0

Prima. Hier sehen wir auch gleich, dass es beim Wirelesscontroller ebenso Probleme gibt, weil dort der Status Error steht. Dies war beim I219-V am Anfang natürlich auch, allerdings sind hier im Beispiel bereits die LAN-Treiber geladen.

Wir müssen uns also nur merken, dass wir anstatt der WMI-Abfrage von Win32_PNPEntity auch direkt Get-PnPDevice –Class Net verwenden können.

Treiber herunterladen und entpacken
Neben der HardwareID benötigen wir auch die passenden Treiber von Windows 10. In diesem Fall waren diese unter https://downloadcenter.intel.com/de/download/ unter dem Stichwort ProWin und ProsetWireless zu finden. Damit man aber mit den Dateien etwas anfangen kann, müssen diese aber entpackt werden. Leider wird es immer mehr zur Unsitte nicht mehr hinzuzuschreiben, wie man Treiber nur entpacken aber nicht installieren kann. Im Zweifel verwendet man 7zip um die Treiber aus den .EXE-Dateien zu extrahieren.

INF-Datei modifizieren
So nun muss man zu den IDs den passenden Treiber finden. Dazu ruft man

Get-ChildItem –Recurse | Select-String –Pattern "VEN_8086&DEV_1570" | group Path | select name

Name
—-
D:\IntelTreiber\PRO1000\Winx64\NDIS62\e1d62x64.inf
D:\IntelTreiber\PRO1000\Winx64\NDIS63\e1d63x64.inf
D:\IntelTreiber\PRO1000\Winx64\NDIS64\e1d64x64.inf
D:\IntelTreiber\PRO1000\Winx64\NDIS65\e1d65x64.inf

auf. Dabei sollte man bereits im Pfad stehen, wo man die Treiber entpackt liegen hat.

Eine Frage ergibt sich, welche Datei man nun bearbeitet? Im konkreten Fall die e1d65x64.inf. Mit den kryptischen Versionen 62, 63, 64 und 65 ist die NDIS-Version gemeint. Windows Server 2016 beherrscht zwar bereits NDIS 6.60 aber ist abwärtskompatibel, deshalb die 65 für Version 6.50. Hier findet man ein paar Infos zu den verschiedenen NDIS-Versionen bei Windowsversionen: https://en.wikipedia.org/wiki/Network_Driver_Interface_Specification.

Man ladet nun die INF-Datei einfach in Notepad, im obigen Beispiel so:

Notepad D:\IntelTreiber\PRO1000\Winx64\NDIS65\e1d65x64.inf

Nun müssen wir uns die Sektionen [Intel.NTamd64.10.0.1] und [Intel.NTamd64.10.0] genauer ansehen. Kurz die 10.0.1 steht für Windows Clientversionen, und 10.0 für Server.

Die Sektionen haben bei INF-Dateien eine besondere Bedeutung. Das lustige ist, dass in der betreffenden INF-Datei nicht nur Windows 10 sondern auch Server 2016 Informationen stehen, ja sogar explizit für die I219-V Netzwerkkarte. Allerdings wurde im für Server entscheidenden Abschnitt die I219-V ausgelassen!

Mehr Infos zu den Herstellerangaben bei INF-Dateien findet man hier, da wird auch der genaue Aufbau der Sektionsnamen beschrieben: https://msdn.microsoft.com/de-de/windows/hardware/drivers/install/inf-manufacturer-section.

Man fügt also unter [Intel.NTamd64.10.0] diesen Eintrag hinzu

%E1570NC.DeviceDesc%            = E1570.10.0.1,       PCI\VEN_8086&DEV_1570
%E1570NC.DeviceDesc%            = E1570.10.0.1,       PCI\VEN_8086&DEV_1570&SUBSYS_00008086
%E1570NC.DeviceDesc%            = E1570.10.0.1,       PCI\VEN_8086&DEV_1570&SUBSYS_00011179

dabei müsste auch

%E1570NC.DeviceDesc%            = E1570,       PCI\VEN_8086&DEV_1570
%E1570NC.DeviceDesc%            = E1570,       PCI\VEN_8086&DEV_1570&SUBSYS_00008086
%E1570NC.DeviceDesc%            = E1570,       PCI\VEN_8086&DEV_1570&SUBSYS_00011179

funktionieren und stellt sogar die sicherere Variante dar.

Treibersignaturprüfung ausschalten
Jetzt kommt der eigentlich wichtigste Punkt. Ohne diesen bekommt man die Sache nicht zum Laufen.

bcdedit /set LOADOPTIONS DISABLE_INTEGRITY_CHECKS
bcdedit /set TESTSIGNING ON
bcdedit /set NOINTEGRITYCHECKS ON

Für diese Änderung muss allerdings der Rechner neu gestartet werden, also

Restart-Computer

Treiber installieren
Nun kommt der spannende Moment, wenn man die Treiber lädt, ob es klappt.

pnputil.exe -i -a D:\IntelTreiber\PRO1000\Winx64\NDIS65\e1d65x64.inf

Wenn dann so was ausgegeben wird, hat alles geklappt:

Microsoft-PnP-Hilfsprogramm

Verarbeitungsinf.:            e1d65x64.inf
Der Treiber konnte auf einem Gerät dieses Systems installiert werden.
Das Treiberpaket wurde erfolgreich hinzugefügt.
Veröffentlichter Name:            oem2.inf

Versuche gesamt:              1
Anzahl erfolgreicher Importe: 1

Abschlussarbeit
Natürlich muss man nun die Treibersignaturprüfung wieder aktivieren.

bcdedit /set LOADOPTIONS ENABLE_INTEGRITY_CHECKS
bcdedit /set TESTSIGNING OFF
bcdedit /set NOINTEGRITYCHECKS OFF