Archive for the ‘QNAP’ Category

Qnap virtuelle Rechner per Terminal mittels virtsh verwalten

22 Juni 2019

Bei QNAP NAS-Modellen mit einem Intel Prozessor kann man virtuelle Maschinen direkt auf dem NAS mittels KVM einrichten. Die Oberfläche der Virtualization Station ist schön aufgeräumt und einfach gehalten. Aber aus genau diesem Grund findet man nicht alle Punkte, die man eigentlich so braucht.

In der aktuellen QTS 4.4.1 Version ist libvirt 1.2.19 mit Hypervisor QEMU 2.3.1 enthalten. Die Frage ist aber wie kommt man an diese Informationen? Am einfachsten man meldet sich mittels SSH am NAS an und geht mittels Busybox und dem Befehl virsh auf die Suche. Virsh ist ein mächtiges Kommandozeilen-Tool bzw. Shell zur Verwaltung von virtuellen Maschinen. Blöd nur, dass auf anhieb virsh nicht aufrufbar ist. Man muss zunächst zwei Umgebungsvariablen definieren:

export LD_LIBRARY_PATH=/QVS/usr/lib:/QVS/usr/lib64/
export PATH=$PATH:/QVS/usr/bin/:/QVS/usr/sbin/

Danach steht virsh direkt zum Aufrufen bereit, z. B. so:

virsh version

Werbeanzeigen

Phänomene mit QNAP NAS und großen Dateien, wie Reboots, Abbrüche usw – was das mit der Zeit zu tun hat

11 September 2015

Die primäre Aufgabe eines NAS ist eigentlich große Datenmengen zu speichern, wenn aber diese Aufgabe nicht erfüllt wird, stellt sich die Frage nach dem Sinn. Bei einem QNAP eines Kunden lief auf einmal die Sicherung nicht mehr durch. Es gab ständig Abbrüche nach ca. 32GB. Dabei wurde nur per SMB auf das NAS gesichert eine Funktion die davor über Jahre lief.

Allerdings wurde vor kurzem die NAS-Firmware aktualisiert, lag da das Problem? Tatsächlich gab es kurz darauf nochmal ein Update, allerdings deutete die Changelog nicht auf die Probleme. Also trotzdem das Update probiert aber leider keine Besserung.

Erstaunlich war, dass bei den Systemereignisprotokollen diese Meldung stand:

[Mirror Disk Volume: Drive 1 2] The file system is not clean. It is suggested that you go to [Storage Manager] to run "Check File System".

Der Versuch dieses Problem zu beheben klappte erst nach mehreren Anläufen. Gleichzeitig schien der NAS manchmal Nachts einen Neustart hinzulegen.

An einem Punkt war es sogar so schlimm, dass der Versuch das Dateisystem zu prüfen sofort mit den Meldungen

[Mirror Disk Volume: Drive 1 2] Examination failed(Cannot unmount disk by vs_refres).

und

[Mirror Disk Volume: Drive 1 2] Examination failed(Cannot unmount disk by smbd).

abgebrochen wurde. Diese Meldung blieben auch, obwohl das NAS vor dem Aufruf extra nochmal neu gebootet wurde und damit die Wahrscheinlichkeit recht gering war, dass ein Prozess den Vorgang blockiert.

Kurz davor die große Debugaktion zu starten, um dem Problem auf den Grund zu gehen, fiel mir noch eine Abweichung bei der NAS-Uhrzeit auf. OK einen Versuch ist es Wert. Es waren zwar nur drei Minuten aber für Rechner können das Ewigkeiten sein. Die Überlegung war: Neueste Firmware, damit Samba 4.x und damit Kerberos und deshalb pingelig mit den Zeiten.

Tatsächlich brachte dies dann die Lösung! Nun flutscht wieder alles.

Gefährliche NAS-Backups mit Windows 7, Windows 8, Windows 8.1 sowie Server 2008 R2, Server 2012 und Server 2012 R2 und Fehlercode 0xC03A0005 mit Meldung “Die Version unterstützt diese Version des Dateiformats nicht”

28 Januar 2014

Gerade aufgeschreckt durch den Fehler bei einem Kunden auf einem QNAP-NAS während eines Systembackups:

Fehler bei der um ‎2014‎-‎01‎-‎27T21:17:26.330867400Z gestarteten Sicherung. Fehlercode: "0xC03A0005" (Die Version unterstützt diese Version des Dateiformats nicht.). Suchen Sie in den Ereignisdetails nach einer Lösung, und führen Sie die Sicherung erneut aus, nachdem das Problem behoben wurde.

Das Problem wurde bereits im Zusammenhang mit Windows Server 2008 R2 und Windows 7 im November 2010 beschrieben: http://blogs.technet.com/b/asiasupp/archive/2010/11/03/windows-server-backup-failed-with-error-quot-the-version-does-not-support-this-version-of-the-file-format-quot.aspx. Kurz: Das NAS versucht das Backup über ein Sparsefile anzulegen, während das Windowsprogramm Blocklevelzugriff braucht, da es eine VHD-Datei anlegt und bestimmte Dinge berechnet und direkt in der Datei anspringt. Da Windows keine Kenntnis vom Verhalten mit dem Sparsefile hat, kommt es zu falschen Berechnungen und damit scheitert die Sache früher oder später. Deshalb berichten viele von Problemen zu unterschiedlichen Gelegenheiten.

Als Lösung wurde genannt, man möchte in der smb.conf “strict allocate = yes” eintragen und den Samba-Server neu starten. Dadurch wird der für die Backupdateien benötigte Speicher immer komplett belegt.

Mal abgesehen, dass dieser Vorgang den Einsatz von Telnet erfordert, funktioniert diese Lösung aber auch nicht. Wie hier im Forum von QNAP diskutiert wird: http://forum.qnap.com/viewtopic.php?f=24&t=87109. Teilweise wird die Einstellung ignoriert oder geht nach einem weiteren Systemstart verloren oder sorgt für unnötige Auslastung des NAS. Offenbar ist es auch nicht nur ein Problem von QNAP sondern alle NAS-Hersteller kennen dieses Problem. Also Netgears ReadyNAS, FreeNAS, Synology usw. scheinen alle das Problem zu haben.

Was ist nun die Alternative? iSCSI

iSCSI ist etwas schwieriger einzurichten aber scheinbar momentan die einzig sinnvolle Lösung, solange das betreffende NAS iSCSI-Unterstützung mitbringt. Aber auch iSCSI birgt seine Gefahren: https://newyear2006.wordpress.com/2013/01/05/windows-server-2008-r2-bzw-sbs-2011-datensicherung-fehlercode-2155348061/

Sollte all das der Grund sein, warum MS nun die Sicherung in die CloudOS propagiert?

QNAP NAS manuell Firmware updaten und Zugang per Telnet von Windows 7 aus ermöglichen

27 August 2011

Da ein QNAP NAS sich nicht automatisch mit der aktuellen Firmware updaten ließ, musste ein manuelles Firmwareupdate durchgeführt werden.

Benötigt wird dazu ein Telnetzugang oder irgendwie ein Zugang zur Commandline. Da die einfacheren NAS-Geräte keinen eigenen VGA-Port mitbringen muss der Zugang über Telnet hergestellt werden.

Bei Windows 7 ist aber ein Telnet-Client standardmäßig nicht direkt verfügbar sondern muss zuerst über die Windows-Funktionen aktiviert werden. Computer->Programm deinstallieren oder Ändern->Windows Funktionen aktivieren oder deaktivieren->Telnet-Client.

Zugleich muss man auf seinem NAS unter Network Services/Telnet-SSH den Telnetzugang aktiviert haben. Dort steht auch der zugehörige Port.

Nun kann man von der Eingabeaufforderung den Befehl

telnet  NAS1  13131

aufrufen, wobei NAS1 der Hostname des NAS Geräts ist, alternativ kann auch die IP-Adresse verwendet werden und 13131 ist der Port über den die Verbindung aufgebaut wird.

Nun kann man der Beschreibung unter http://wiki.qnap.com/wiki/Manually_Updating_Firmware folgen.

Unter http://wiki.qnap.com/wiki/Special:AllPages sind noch viele weitere interessante Dinge zu finden, was man seinem NAS alles beibringen oder konfigurieren kann.