Archive for the ‘VirtualBox’ Category

VirtualBox auf Mac installieren und Fehlermeldungen wegen Kernel Extensions

10 Mai 2019

Auf einem aktuellen High Sierra 10.13.6 Mac OS System sollte VirtualBox 6.0.6 installiert werden. Bereits bei der Installation von VirtualBox gab es eine Fehlermeldung, mit dem Hinweis in den Systemeinstellungen unter Sicherheit das Laden der Oracle America Treiber zuzulassen. Nur leider funktionierte die Vorgehensweise nicht. Nach mehreren Versuchen mit De- und jeweils Neuinstallation von VirtualBox lief es immer noch nicht. Man konnte zwar VirtualBox aufrufen allerdings beim Start einer neu eingerichteten VM bekam man die Fehlermeldung “Systemerweiterung wurde blockiert” rc=-1908.

Nach einigem Suchen wurde ich auf diesen Eintrag aufmerksam: https://forums.virtualbox.org/viewtopic.php?f=8&t=84092. Da wird das Problem mit möglichen Lösungswegen beschrieben. Am Ende hat aber erst dieser Artikel die Lösung gebracht: https://ilgthegeek.wordpress.com/2018/01/27/macos-install-oracle-virtualbox-on-10-13/. Apple Dokument was abläuft: https://developer.apple.com/library/archive/technotes/tn2459/_index.html.

Kurz zusammengefasst:

  1. Mac herunterfahren
  2. Mit Command-R die Wiederherstellungskonsole aufrufen
  3. Im Dienstprogrammemenü das Terminal auswählen
  4. “spctl kext-consent add VB5E2TV963” ausführen
  5. Mac neu starten

Wie kommt man an das VB5E2TV963, welches die Entwicker-ID-Signatur darstellt? Bei der Installation von VirtualBox gibt es im Installationsassistenten oben rechts ein Schlosssymbol, klickt man dieses an, erhält man die nötige Info.

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Konvertieren von virtuellen Festplattenimages in VHD oder VHDX zur Verwendung in Hyper-V oder Azure

25 August 2017

Man bekommt immer wieder Images von anderen virtuellen Maschinen die man in Hyper-V einbinden möchte. Ich hatte hier schon mal auf ein Utility von Microsoft verlinkt: https://newyear2006.wordpress.com/2012/09/04/konvertieren-von-virtuellen-vmware-maschinen-in-virtuelle-hyper-v-maschinen/. Leider klappt der Link nicht mehr. Auf der Suche nach einer Alternative bin ich auf ein Image-Utility von Qemu gestoßen, welches im Prinzip alle gängigen Formate konvertieren kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass es als Open Source vorliegt.

Hier die Binary: https://cloudbase.it/qemu-img-windows/ und hier der Source in github: https://github.com/cloudbase/qemu/. Hier gibt es die ausführliche Hilfe: https://qemu.weilnetz.de/doc/qemu-doc.html#qemu_005fimg_005finvocation.

Es werden alle gängigen Formate unterstützt:

Image-Format (schreibbar) qemu-img Parameter
QCOW2 (KVM, Xen) qcow2
QEMU qcow
QED (KVM) qed
raw raw
VDI (VirtualBox) vdi
VHD (Hyper-V) vpc
VMDK (VMware) vmdk
Linux dm-crypt/cryptsetup luks

Neben obigen Formaten, welche gelesen und geschrieben werden können, gibt es noch ein paar, welche nur gelesen werden können:

Image-Format (nur lesbar) qemu-img Parameter
Bochs x86 PC emulator bochs
Linux Compressed Loop image cloop
Apple disk image dmg
Parallels disk image format parallels

Zu jedem Format gibt es noch spezielle Parameter, eine Beschreibung dazu findet man hier: https://qemu.weilnetz.de/doc/qemu-doc.html#disk_005fimages_005fformats.

Zur Anwendung kann man z. B.

qemu-img.exe convert source.img -O vhdx -o subformat=dynamic dest.vhdx

aufrufen.

Man kann auch den Parameter info verwenden um Informationen über ein Image zu erfahren.

C:\>qemu-img info test.img
image: test.img
file format: vhdx
virtual size: 127G (136365211648 bytes)
disk size: 4.0M
cluster_size: 33554432

Aber Vorsicht, man kann sich nicht immer voll auf die Infos verlassen, denn in Fällen wo unsinnige Daten verwendet werden, werden trotzdem Daten ausgegeben:

C:>echo "Nix da" > test.txt
C:>qemu-img info test.txt
image: test.txt
file format: raw
virtual size: 512 (512 bytes)
disk size: 11

Dabei muss der Hinweis auf das Dateiformat RAW nicht immer heißen, dass es kein gültiges Dateisystem ist! Es bedeutet vielmehr, dass qemu-img das Format nicht zuordnen kann.

Obwohl das Tool ziemlich mächtig ist, fehlt noch die Möglichkeit .GHO-Dateien von Symantec Ghost konvertieren zu können. Dazu gibt es über einen Umweg die Möglichkeit mittels Ghost in VMDK-Dateien und dann mittels qemu-img in VHDX zu konvertieren:

ghost64 -clone,mode=restore,src=source.gho,dst=image.vmdk -batch –sure
qemu-img.exe convert image.vmdk -O vhdx -o subformat=dynamic dest.vhdx

Damit wird Source.GHO in Dest.VHDX konvertiert.

Hier sind noch weitere Parameter für die Konvertierung bei Ghost beschrieben: https://www.symantec.com/connect/articles/converting-image-file-format-gho-vmdk-and-vmdk-gho.

Dank qemu-img hat man nun ein mächtiges Tool für Festplattenimages an der Hand.

VirtualBox Probleme mit 64-Bit Gast und das Ding mit dem Client-Hyper-V

31 Oktober 2014

Als bekennender Hyper-Vler bin ich über ein Problem gestoßen. Es ging darum eine virtuelle Maschine zu haben, über die man problemlos auf den USB Port losgehen kann. Leider ist da Hyper-V auch in aktuellen Ausprägungen nicht so der Bringer. Also nimmt man einen anderen VM-Host, wie in diesem Fall VirtualBox von Oracle: https://www.virtualbox.org/.

Nach der Installation war es aber nicht möglich ein 64-Bit Gastsystem aufzusetzen. Nach dem üblichen Überprüfen der BIOS-Einstellungen, damit auch die nötigen Virtualisierungseinstellungen aktiv waren, funktionierte es immer noch nicht. Dann diesen Artikel gelesen: https://forums.virtualbox.org/viewtopic.php?f=1&t=62339. Aha Hyper-V! Aber der läuft doch gar nicht!?!?

PS C:\Windows\system32> Get-Service -DisplayName *hyper*

Status   Name               DisplayName
——   —-               ———–
Stopped  vmicguestinterface Hyper-V-Gastdienstschnittstelle
Stopped  vmicheartbeat      Hyper-V-Taktdienst
Stopped  vmickvpexchange    Hyper-V-Datenaustauschdienst
Stopped  vmicrdv            Hyper-V-Remotedesktopvirtualisierun…
Stopped  vmicshutdown       Hyper-V-Dienst zum Herunterfahren d…
Stopped  vmictimesync       Hyper-V-Dienst für Zeitsynchronisie…
Stopped  vmicvss            Hyper-V-Volumeschattenkopie-Anforderer
Stopped  vmms               Hyper-V-Verwaltung für virtuelle Co…

PS C:\Windows\system32>

Dann Hirn eingeschaltet und an BCDEdit erinnert, dass es dort zig Einstellmöglichkeiten zum Hyper-V gibt. http://msdn.microsoft.com/en-us/library/windows/hardware/ff542202(v=vs.85).aspx.

OK, dann mal nachgeschaut:

bcdedit /enum

Dabei wurde folgendes ausgegeben:

Windows-Startladeprogramm
————————-
Bezeichner              {current}
device                  partition=C:
path                    \Windows\system32\winload.exe
description             Windows 8.1
locale                  de-DE
inherit                 {bootloadersettings}
recoverysequence        {4b6f8314-5573-15e4-b299-de2a5ae3ac48}
integrityservices       Enable
recoveryenabled         Yes
allowedinmemorysettings 0x15000075
osdevice                partition=C:
systemroot              \Windows
resumeobject            {4b6f8312-5575-15e4-b299-de2a5ae3ac48}
nx                      OptIn
bootmenupolicy          Standard
hypervisorlaunchtype    Auto

Ja alles klar. HypervisorLaunchtype steht auf Auto und sollte entweder nicht da sein oder auf Off stehen.

Hier wird beschrieben wie man einen weiteren Eintrag im Bootmenü generieren kann: http://www.hanselman.com/blog/SwitchEasilyBetweenVirtualBoxAndHyperVWithABCDEditBootEntryInWindows81.aspx

Dadurch kann man beim Rechnerstart auswählen, ob der Hyper-V Hypervisor aktiviert werden sein soll oder nicht.

Entscheidend dabei sind:

C:\>bcdedit /copy {current} /d "No Hyper-V" 
The entry was successfully copied to {ff-23-113-824e-5c5144ea}.

C:\>bcdedit /set {ff-23-113-824e-5c5144ea} hypervisorlaunchtype off
The operation completed successfully.
Dadurch wird ein weiterer Eintrag ins Bootmenü geschrieben. Die GUID
ff-23-113-824e-5c5144ea sieht aber bei jedem anders aus. Es stellt nur
eine eindeutige Kennung dar.

Da aktuelle Rechner recht schnell beim Booten sind, hilft ein weiterer BCDEdit Befehl in Zukunft den richtigen Eintrag beim Start automatisch auszuwählen:

bcdedit.exe /bootsequence {ff-23-113-824e-5c5144ea}


shutdown.exe /r /t 0 /f

Damit wird der Rechner mit dem neuen Bootmenüeintrag gestartet.

Man könnte dies nun über Powershell automatisieren aber der BCD WMI Provider hat so scheinbar seine Tücken: https://social.technet.microsoft.com/Forums/scriptcenter/en-US/18094085-781f-4649-8ff8-331388097911/how-to-get-boot-configuration-data-bcd-information-out-of-wmi-with-powershell?forum=ITCG